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Produktion und Vermarktung

Steirischer Kren in der Steiermark
Das traditionelle Anbaugebiet des steirischen Krens befindet sich im südöstlichen Teil der Steiermark, verstärkt in den Bezirken Radkersburg, Feldbach, aber auch in Leibnitz, Deutschlandsberg, Voitsberg, Graz Umgebung, Weiz, Hartberg und Fürstenfeld. In diesen Bezirken produzieren in etwa an die hundert Betriebe auf ca. 300 ha dieses typisch steirische Schmankerl.

Das vorherrschende illyrische Klima mit seiner hohen Luftfeuchtigkeit und hohen Temperaturen in der Vegetationszeit bietet dem Steirischen Kren hervorragende Wachstumsbedingungen.

Jedoch nicht nur das Klima sorgt für die Qualität des steirischen Krens. Der in der Südoststeiermark vorherrschende schwere, tiefgründige Lehmboden sorgt nicht nur für eine optimale Entwicklung, sondern verleiht dem steirischen Kren gleichzeitig seine von vielen geschätzte Schärfe.

Mit viel Erfahrung und Arbeit zum Steirischen Kren g.g.A.

„Der Kren will jeden Tag seinen Herrn sehen“
Die Krenbauern der Steiermark gehen mit viel Erfahrung an die Krenproduktion  heran, aber auch mit viel Arbeitseinsatz. In etwa 1000 Arbeitskraftstunden sind pro Hektar nötig. Damit ist der Kren eine der aufwändigsten Kulturen. Der Volksmund spricht also zu Recht davon, dass „der Kren jeden Tag seinen Herrn sehen will“. 

Ein guter Start
Die Krenproduktion beginnt mit den Setzlingen, die in der Steiermark als Fechser bezeichnet werden. Diese werden von den Landwirten bei der Ernte selbst gewonnen und über den Winter aufbewahrt. Hier beginnt schon die erfolgreiche Krenproduktion, denn nur gesunde und kräftige Fechser garantieren eine gute Qualität. Gepflanzt wird der Kren von Mitte März bis Mitte April.

 

Viel Pflege
Viele Kulturarbeiten sind nötig, um Krenstangen mit hoher Qualität zu ernten. Einer der arbeitsintensivsten Produktionsschritte ist das so genannte „Kren heben“. Dies erfolgt in der Regel abhängig von der Witterung, Ende Mai bis Juli. Dabei werden die Wurzeln freigelegt und alle Triebe, bis auf den kräftigsten und auch die Seitenwurzeln, entfernt. Viele Stunden mühsamer Bückarbeit und viel Geschick sind dafür erforderlich. Diese Pflegearbeit ist nötig, da in der Steiermark die glatten Stangen sehr gefragt sind. 

 

Ernte und Lagerung
Im Oktober / November wird der Steirische Kren g.g.A. geerntet In der Steiermark spricht man von „Kren ausbaun“. Jedoch wird meist nicht der gesamte Kren geerntet. Ein Teil der Ernte bleibt über den Winter im Acker und wird erst im Frühjahr geerntet.

 

Vermarktung
Seit 1967 wird über den Landesverband Steirischer Gemüsebauern der vertragsmäßige Anbau organisiert. Dies garantiert den Landwirten die Abnahme und den Preis. Die Verträge werden zwischen den Bauern und den beiden Verarbeitern Fa. Hernach und Fa. Vega abgeschlossen. Aber auch die direkte Vermarktung spielt eine Rolle.



Wie erkenne ich Steirischen Kren?
Achten Sie auf die Bezeichnung Steirischer Kren g.g.A.
In Zukunft wird Steirischer Kren mit dem EU-logo versehen sein.

Wo erhalte ich Steirischen Kren?
Steirischer Kren ist flächendeckend im österreichischen Handel in Stangenform und gerieben erhältlich. Achten Sie auf Steirischer Kren g.g.A.!

Saison in der Steiermark
Auch wenn Steirischer Kren g.g.A. nur im Herbst bzw. im Frühjahr geerntet wird, garantiert die hervorragende Lagerfähigkeit der Wurzel 100 % steirischen Krengenuss das ganze Jahr.Nicht nur zu Ostern sollte also der Kren in der Küche verstärkt eingesetzt werden, denn Steirischen Kren gibt es das ganze Jahr über.

 


Lagerung
Kren zeichnet sich durch seine gute Lagerfähigkeit aus. Frische Wurzeln halten sich mindestens zwei Wochen im Gemüsefach des Kühlschranks. Eingegraben in feuchten Sand oder Erde versorgen sie uns bis zur nächsten Ernte.

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